Tarifrunde in der Metall & Elektroindustrie Warnstreik bei ZF in Friedrichshafen

Beschäftigte setzen Zeichen für Kaufkrafterhalt und sichere Perspektiven

Wehende IG Metall-Fahnen.

6. November 2026 6. November 2026


Die Beschäftigten der ZF Friedrichshafen AG am Standort Friedrichshafen, haben sich am heutigen Freitag an den Warnstreikaktionen der IG Metall beteiligt. Mit den Arbeitsniederlegungen erhöhen sie den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte sowie der Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent. Die Beteiligten legten ihre Arbeit jeweils zwei Stunden vor dem individuellen Arbeitsende nieder.  Achim Dietrich, Betriebsratsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG in Friedrichshafen, erklärte: „Die Beschäftigten bei ZF stehen vor großen Herausforderungen. Sie erleben seit Jahren Umstrukturierungen, Sparprogramme und eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens. Gerade deshalb ist es wichtig, Reallohnverluste zu verhindern und die Kaufkraft der Kolleginnen und Kollegen zu sichern. Wer die Transformation erfolgreich gestalten will, braucht motivierte Beschäftigte. Dazu gehören faire Einkommen ebenso wie verlässliche Perspektiven für die Standorte und die Arbeitsplätze.“ Für die IG Metall erklärte Helene Sommer, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben: „Transformation kann nur mit den Beschäftigten gelingen, nicht gegen sie. Während die Lebenshaltungskosten dauerhaft gestiegen sind, dürfen die Einkommen nicht weiter an Kaufkraft verlieren. Die Beschäftigten erwarten zu Recht ein tarifliches Ergebnis, das Reallohnverluste verhindert und gleichzeitig den Blick auf die Zukunft der Standorte und die Sicherung von Beschäftigung richtet.“

Am heutigen Tag wurden bei der ZF nicht alle Schichten zum Warnstreik aufgerufen. Die übrigen Schichten werden am Montag, den 09.11.2026, zum Warnstreik aufgerufen und zur Kundgebung auf dem Maybachplatz eingeladen.

Die IG Metall bewertet die Beteiligung am Warnstreik als deutliches Signal an die Arbeitgeber. Die Beschäftigten machen damit klar, dass sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sowohl den Erhalt ihrer Kaufkraft als auch verlässliche Zusagen für die Zukunft von Standorten und Arbeitsplätzen erwarten.

Die Warnstreiks sind Teil der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Mit den Aktionen unterstreicht die IG Metall ihre Forderung nach einem Tarifabschluss, der die Leistungen der Beschäftigten anerkennt, Reallohnverluste verhindert und zugleich die Zukunftsfähigkeit der Industrie sichert.

Insgesamt beteiligten sich am heutigen Tag in der Region drei Betriebe an den Warnstreikaktionen: ZF in Friedrichshafen, die Firma FONDIUM in Singen und die Beschäftigten der Produktion und Logistik der Firma Körber. Insgesamt folgten 2.830 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall und beteiligten sich an den Arbeitsniederlegungen.